Watamu - Big Game Fischen in Watamu

  • Big Game Fischen in Kenia ist ein absolutes Muss für jeden Big Gamer. Ein besonders guter Angelspot ist Watamu. Zu vielfältig sind die Möglichkeiten in diesen wunderbaren Gewässern, als dass man darauf verzichten könnte.
    Big Game Fischen in Watamu


    Vor ca. einer Stunde haben wir unseren Spread mit Strip Baits aus Mambrui ausgebracht, als plötzlich ein aggressiver Segelfisch mit lautem Spritzen unseren Strip Bait auf dem Steuerbord-Rigger angreift. Der Clip schnappt auf und gibt den Köder frei, welcher sofort im Maul des Segelfisches verschwindet. Der Fisch ist gehakt. Ein kurzer Kampf, markieren und schon darf der Fisch wieder in die Weiten des Ozeans verschwinden.

    Über die Jahre und nach meist mehreren Reisen nach Kenia, haben die meisten Big Game Angler eine echte Leidenschaft für Kenia, das Big Game Fischen in Kenia, die wundervolle Tierwelt in den Parks und Reservaten und die Wärme und Freundlichkeit der Einwohner entwickelt. Viele dieser Touristen schwören auf das Big Game Fischen in Watamu.

    Im Jahr 2012 wurde das “Medina Palms” eröffnet, ein Hotel dass alles bietet was das Herz begehrt. Perfekt an den Liegeplätzen der Sportboote von Watamu gelegen und der hervorragende Service erregten schnell die Aufmerksamkeit vieler Angler die Jahr für Jahr hier her kommen.

    Wenn der Wind weht

    Das Fischen vor der Küste Kenias wird stark beeinflusst von den Zwillingsmonsun “Kusi und Kaskazi.
    Der Kusi, oder südöstlicher Monsun bläst von Ende März bis November. Der Kaskazi beginnt meist Mitte Dezember, wenn der Wind seine Richtung aus Nordost ändert und wärmere und angenehmere Bedingungen bringt.

    Die meisten Angler fliegen nach Kenia zum Big Game Fischen auf Segelfisch. Da Segelfische in Watamu mehr oder weniger das ganze Jahr über gefangen werden können, kann die Zeit zwischen September und Januar als Hauptsaison bezeichnet werden. Fast die gesamte, Kenianische Küste bringt in dieser Zeit gute Fangzahlen – die Gegend um Malindi, nördlich von Watamu ist eine der Besten.

    Von den drei Marlinarten die in Ostafrika gefangen werden können, ist der Schwarze Marlin der häufigste. Wie auch bei den Segelfischen, können Marline in Watamu das ganze Jahr über gefangen werden, aber die Zeit zwischen Juli und September kann besonders produktiv sein.
    Eigentlich ist die Hauptsaison für Marlin in Kenia zwischen Januar bis März. Die Durchschnittsgewichte der Schwarzen Marline liegt zwischen 100 und 300 Pfund, auch wenn immer wieder größere Fische gefangen werden. Eine langsam geschleppte Makrele rund um die Banks („Rips“ genannt) einer Gegend die als „Boiling Pott of Watamu“ (Kochender Topf von Watamu) bekannt ist, fängt die meisten Schwarzen Marline.

    Über Weihnachten kommen die gestreiften Marline an. Die Zahlen steigern sich zwischen Januar und März stetig. Das tiefe, blaue Wasser rund um die „Rips“ und die Unterwasserberge von Watamu sind die heißesten Spots, mit den meisten gestreiften Marlinen, gefangen auf geschleppte Lures oder große Strip Baits. Nennenswerte Zahlen an Blauen Marlinen mischen sich zu den Stripies – wieder meist zwischen 100 und 300 Pfund. Der kenianische Rekord beim Blue Marlin liegt übrigens bei 1.248 Pfund, gefangen beim Big Game Fischen im März 1995 an Bord des Kingfisher Bootes “Neptune” vor Watamu.


    Auch Broadbill kann man in Watamu fangen

    Watamu ist auch ein sehr gutes Gebiet für Big Game Fischen auf Broadbill (Schwertfisch). Nachtangeln bringt manchmal phänomenale Ergebnisse. Es gibt Berichte, dass in einer Nacht bis zu 11 Schwertfische gefangen werden konnten. Die meisten der Fische sind zwischen 40 und 120 Pfund schwer, aber auch größere Fische werden gefangen. Übrigens wurde auch der weltweit erste Schwertfisch auf Fliege hier gefangen

    Manche Kenianische Skipper haben angefangen tagsüber auf Schwertfisch zu angeln, analog des in Venezuela praktizierten „deep dropping style“, und der Erfolg gibt Ihnen Recht. So wurden ein paar phantastische “Slams” in Kenia aufgestellt.

    Vorsichtige (pingelige) Fische

    Ein Angler berichtet: „Am ersten Tag fokussierten wir uns nur auf Marlin auf den “Rips” und wie gewünscht attackierte ein gestreifter Marlin unseren Lure und nahm ungefähr 40 Meter Schnur von unserer Tiagra, bevor er den Lure wieder verwarf. Kurz darauf tauchte ein zweiter, brilliant gezeichneter Fisch neben unseren Lures auf, nur um (zu unserer Überraschung) einfach wieder wegzuschwimmen. Wir beobachteten weitere Fische in unserem Spread die sich unsere Lures zwar ansahen, aber wieder abhauten, während unser Nachbarboot zwei gestreifte Marline und einen Schwarzen Marlin fangen konnten.

    Später, bei einem kalten Tusker Bier hörten wir, dass zur Zeit die Segelfische heiß sind, was ein später ankommendes Boot, geschmückt mit Sailfish-Flaggen bestätigte. So fuhren wir also am nächsten Morgen wieder raus und sahen bald die ersten Flossen von Segelfischen und durften beobachten wie sich eine ganze Schule Segelfische an einem Baitball gütlich tat.

    Anfangs waren sie sehr schwer anzulocken und wir vermuteten, dass sie einfach nicht hungrig wären. Wir hielten durch und bald hatte mein Kollege seinen ersten Segelfisch, den er releaste und bald den Zweiten. Am späten Vormittag hörten wir über Funk, dass an den „Rips“ die Marline gut beißen würden, und bereits drei gefangen wurden. So machten wir uns ebenfalls auf den Weg dorthin. Als wir ankamen flaute die Beißlaune der Marline bereits ab, so dass wir nur einen Biss hatten, den wir allerdings nicht haken konnten. Das ist aber Fischen….”


    Wie man nach Kenia kommt

    Die Meisten Angler erreichen Kenia über Nairobi. Aus Deutschland gibt es nahezu täglich Flüge dorthin. Um Watamu zu erreichen genügt ein kurzer, etwa einstündiger Flug bis Mombassa und eine zweistündige Fahrt in den Süden. Nach Malindi wären es zwanzig Minuten Richtung Norden.

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