Reisebericht Panama - 9 Angler, 22 verschiedene Fischarten und jede Menge Spaß

    Reisebericht Panama - 9 Angler, 22 verschiedene Fischarten und jede Menge Spaß

    Wie jedes Jahr ging es für mich letzte Woche wieder einmal nach Panama. Mit dabei waren Gerhard, Max, Jörg, André, Sandro, Frank, Jens und Andreas, für die es der erste Besuch dieses Reiseziels sein sollte. Für einige war es sogar erst der Einstieg in die warme Salzwasserfischerei, und dass die Fische hier ein wenig mehr zu bieten haben als in Norwegen oder im Süßwasser wurde einigen bereits am ersten Tag schmerzhaft klar. So schnappte sich beispielsweise bereits bei Sandros drittem Wurf ein kapitaler Rooster den Popper und ging in der Flucht leider durch Schnurbruch verloren. Frank wurde von einem großen Cubera auf dem falschen Fuß überrascht und Andrés Fisch ging leider bei der Landung verloren. Alle hatten Ihre Lektionen gelernt und es standen ja noch 6 Angeltage aus. In den kommenden Tagen machte uns der fortwährende starke Wind teilweise mächtig zu schaffen, aber auch der hohe Schwell vom Pazifik gestaltete die Inshorefischerei nicht gerade einfach. An den Tagen mit ruhigen Bedingungen ging küstennah allerdings die Post ab. Feeding Frenzies, ins Wasser stürzende Fregattvögel und Pelikane und teilweise jeder Wurf ein Treffer. Meist waren es kampfstarke Jacks, die an leichtem Gerät riesigen Spaß machten. Auch sahen wir immer wieder Rooster rauben, aber die stellten eine äußerst harte Nuss dar. Teilweise verfolgten 3, 4 oder gar 5 Fische gleichzeitig den Köder ohne ihn richtig zu attackieren. Ich habe in dieser Woche mehr Rooster gesehen als in allen Touren nach Panama zuvor zusammen. Einige schöne Exemplare konnten allerdings gelandet werden. Gerhard belegte dabei den ersten Platz in der Roosterwertung mit 3 gelandeten Fischen. Leider gingen neben dem eingangs erwähnten Fisch von Sandro noch einige verloren. Ein sehr großer Rooster schnappte sich z.B. den Popper von Jens, stieg aber leider noch in der ersten Flucht aus. Das gehört leider auch zum Angeln.
    Bilder
    • Gerhard_Rooster2.jpg

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    Insgesamt zeigte sich die Angelei in dieser Woche typisch für Panama sehr abwechslungsreich. Jeden Tag wurden Amberjacks in guten Größen gefangen, dazu herrlich gefärbte Silk Snapper und einige ebenso farbenprächtige Yellowtail Snapper. Das Boot von Max, Jörg und André hatte sich irgendwie auf die Grouperfraktion eingespielt. Sie konnten einige schöne Broomtail Grouper in die Kamera halten, aber blieben auch oft im Kampf zweiter Sieger. Brutale Attacken auf die Gummifische, gefolgt von einer kurzen unhaltbaren Preschflucht und der Spuk war wieder vorbei. Dafür konnte André noch seine offene Rechnung mit den Cuberas begleichen, indem er ein schönes Exemplar auf Stickbait landen konnte.Das Boot von Frank, Jens und Andreas wurde gegen Ende der Woche beim Popperfischen von einem Schwarm Mullet Snapper überfallen. 5 Stück konnten sie an diesem Tag landen nach spektakulären Attacken direkt vor dem Boot.Alles in allem war es eine wirklich gelungene Woche mit einer tollen Truppe, erstklassiger Stimmung, bestem Essen und super Service. Alle waren einstimmig der Meinung, dass dies garantiert nicht der letzte Besuch in Panama gewesen ist.



    Hier noch ein äußerst spannender Kurzfilm der Gruppe vor uns, der eindrucksvoll zeigt, wie heiß es in Panama hergehen kann und warum sich die weite Anreise lohnt:
    https://youtu.be/UXB35HIg1DA

    Robert Balkow
    getawaytours.eu
    Hallo Robert,

    geniale Angelei. Gefällt mir außerordentlich gut. Eine Frage hätte ich auch noch, da es für mich zum ersten Mal sowohl im Bericht als im Video so präsent ist: Die Angelei mit den Norge-Gummis scheint ja außerordentlich gut zu laufen. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass im Video der größte Teil der Fische damit gefangen wurde. Ich würde mich freuen, wenn du eventuell ein paar kurze Zeilen dazu schreiben könntest? Hierbei handelt es sich ja doch um ein eher (zumindest aus meiner Sicht) jungfräuliches Thema...

    Tom
    @Benny
    Leider hatten wir unserer Ecke vom Humboldtstrom kaltes grünliches Wasser vor der Küste stehen und die Yellowfins waren somit außer Reichweite. Ich werde nächstes Jahr nochmal eine YFT-Special-Tour machen und werde berichten. Für mehr Infos bitte einfach bei unserem Newsletter anmelden:
    getawaytours.eu/contact-form/

    @Tom
    Also die Angelei mit großen Norwegengummifischen wie dem Cutbait oder dem Storm Giant Jigging Shad o.ä. ist eigentlich reicht einfach und gerade für die langsameren grundnahen Bewohner wie z.B. Grouper äußerst effektiv. Der Shad wird in der Abdrift einfach bis auf Grund abgelassen und etwa 5 m darüber gehalten. Drift und Wellenbewegung reichen meist schon aus um den Gummi verführerisch zu präsentieren. Ein Zusatzdrilling ist definitiv empfehlenswert, sonst gibt es zu viele Fehlbisse. Auch Amberjacks und große Silk Snapper haben wir so gefangen.

    Das mit den Heilbutt-Gummis hab ich mir für die Azoren auch schon überlegt. Da schwimmen auch große Amberjack rum, daneben noch hin und wieder braune Zackenbarsche.
    Welche Größen bzw. Gewichte habt ihr da so gefischt? Welche Farben?
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    Da wir eher im flacheren Wasser so zwischen 20 und 50 Meter gefischt haben, kamen die leichteren Modelle zum Einsatz.
    Storm - 18cm/264g bzw. 23 cm/385g
    Cutbait - 20cm/270g

    Je nach Angeltiefe bzw Drift und Strömung würde ich auch die schwereren Modelle in Betracht ziehen. Ein ordentlicher Fisch hat damit überhaupt keine Probleme und wenn einem der Arm vom Speedjigging lang wird, dann ist es eine gute Möglichkeit ein wenig zu "entspannen".
    Die Farbe war eigentlich egal, zumindest konnten wir keine Präferenzen bei den Fischen feststellen.
    Um richtig tief zu fischen sind so Gummifische ja eh nicht so pralle.
    Von der Wassertiefe waren wir letztes Mal in nem ähnlichen Bereich, also sollte das hinhauen.
    Glaube, dann nehme ich mal 1,2 Packungen "Gummis" mit :D Vllt gefallen die ja auch den Bluefish dort.
    Die Savagegear Sandeels habt ihr ja auch mit Erfolg benutzt wies aussieht. Denke, von denen geht dann auch ne Packung mit :thumbup:
    Dass Gummifische gut gehen müssen, war ja fast zu erwarten. Für mich sind sie in nördlichen Gefilden sowieso der beste Künstköder, den ich kenne. Allerdings hatte ich bisher vermutet, dass der einzige Grund, der für den Einsatz in tropischen Gefilden dagegen spricht, sein könnte, dass die Gummis einem da zerfetzt werden wie nichts Gutes. Nicht dass man am Ende einen Gummi pro Fang rechnen muss! Aber dem scheint ja nicht der Fall zu sein, oder? Ich wäre daher mal gespannt, was für Erfahrungen Ihr bezüglich der Haltbarkeit der Gummis in Panama gemacht habt.

    Ein schönes Osterwochenende alle BigGamern hier!

    Robert
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