Ein Crashkurs „Monster GT Fischen“

  • (powered by Luke Wrysta)
    Crashkurs "Monster GT - Fischen"
    Hier sind einige einfache und wichtige Grundsätze die ich beim Angeln auf Giant Trevally streng befolge und damit sehr gute Ergebnisse erziele.
    Ich hatte das große Glück, in einigen der entlegensten Ecken des Pazifik und im Indischen Ozean fischen zu dürfen, was mir zahlreiche GT´s der Klassen vierzig, fünfzig und sogar sechzig Kilo bescherte. Auf diesen Reisen konnte einige der erfahrendsten und besten Angler der Welt kennen lernen und von ihnen lernen.
    Es ist nicht nur das Wissen dieser Menschen, sondern auch deren und meine eigenen Fehler die mich auf meinem (andauernden) Weg zur perfekten GT-Strategie besser gemacht haben und mich laufend verbessern.
    (Luke mit einem seiner Monster GT´s )
    Die Regeln sind sehr kurz und pregnant, und werden euch mit Sicherheit helfen Fische zu fangen. Es gibt natürlich wie immer viele Wege zum Ziel. Das Befolgen meiner Ratschläge wird euch aber auf alle Fälle helfen, einen großen GT zu fangen.

    Fokussierung
    Sei aufmerksam! Suche Dir möglichst wenig (zumindest an Deinem Angeltag) befischte Stellen (sog. "prime water") und versuch der Erste zu sein der castet. Natürlich must Du höflich sein und eventuellen Mitanglern die gleichen Chancen geben, aber sei stets wachsam und lass Dich auch durch Pausen nicht ablenken. Bleib konzentriert und fokussiert.

    Denk Groß (think big)!
    Große Stickbaits über 25cm Länge, geführt in einem langsamen, gemütlichen Tanz sind die Favoriten der Monster GT´s. Hab keine Angst Stickbaits in tiefem Wasser zu führen, das funktioniert gut. Als Alternative kann auch ein langsam geführter, großer Popper versucht werden.

    Sei wachsam!
    Eine schnelle und unregelmäßige Führung ist für kleine GT´s geeignet, nicht für die Großen! Gib Deinem Monster GT die Möglichkeit das Ziel zu fokussieren, leg ganz bewusst kleine Pause nein, zähl sie notfalls aus.
    Fortgeschrittenen Tip!**!: Angele mit wenig Schnurüberhang (leicht lockerer Schnur), denn dadurch bekommt man den idealen „S-Slide“ hin.

    Riggen
    Die meisten, gebräuchlichen GT-Rigs können in zwei Typen zusammengefasst werden.
    “Friction Method”:
    PE6-10 (80-130lb) verbunden mit 2 Meter oder weniger von 150lb+ Shock Leader via FG Knot.
    “Twisted Method”:
    PE6-10 (80-130lb) verbunden mit 2 Meter oder weniger von 130lb+ Twisted Leader (130lb+ gedoppelt). 60 Schläge plus Bimini doppelt, gebunden in die PE und verbunden mit Twisted Leader via Catspaw.

    Praktische Hinweise!**!: “Bite” leaders werden oft verwendet, um Abreibungen durch das Fischmaul oder durch Steine, Korallen etc. zu verhindern – generell die 1.5 – 2fache Leaderstärke stellt einen adequaten Bite leader dar.

    Bremse
    Eine zu starke Bremseinstellung bringt die Meisten in echte Schwierigkeiten!
    Eine gute GT Bremse sollte “aktiv” sein, um verschiedenen Bedingungen auf dem Meer und verschiedenen Winkeln (GT zum Boot) zu genügen. Eine zu starke Bremseinstellung beim Strike kann eine PE in Stücke reißen.
    Eine gute Starteinstellung für die Bremse ist zwischen 8 und 10 Kilo für die PE8 Klasse und drüber. Zusätzliche Bremskraft kann eingestellt warden, wenn die Spule sich bewegt und allmählich warm wird. Schnelle Änderungen führen allerdings zu enormen (und gefährlichen) Bremsspitzen und sind einfach eine falsche Handhabung, das macht man nicht!

    Casting
    Wirf so weit Du kannst! Je weiter die Fische von Dir weg sind, desto weniger werden sie erschreckt. „First in, first served”. Die besten Werfer fangen immer die meisten Fische in den oberflächennahen Wasserschichten. Ein weiter Cast bedeutet ein längeres Verharren des Köders in der Beißzone.

    Slack Line
    Eine lockere Schnur oder plötzliches Anreißen bedingt herausfallende Haken. Mach es einfach nicht! Sanftes und kontrolliertes Pumpen ist der Schlüssel zum Erfolg, der sog. "Name of the Game.

    Werfen, werfen, werfen!
    Hör nie auf zu Werfen. Das ist die Regel Nummer1

    Don’t Over Gear! (absichtlich nicht übersetzt)
    Manche, ultraflachen Angelstellen können eine PE12 und besenharte Ruten notwendig machen, aber diese Stellen sind sehr selten.
    Fische sind sensible Geschöpfe welche sich als Erstes den Lure und dessen Präsentation anschauen. Es erstaunt mich immer wieder wie viele Japaner Giganten mit PE6 Gerät und leichten Bremsen fangen. Das ist nicht nur Glück!

    Strike, aber reißt dem Fisch den Kopf nicht ab!
    Meiner Meinung nach sollte man die Haken auf einen GT einstellen. Verschiedene, powervolle Bewegungen werden den Haken von selbst tief rein treiben und somit sicher setzen. Dreh an Deiner Rolle beim Strike! Übung auf dem Wasser ist der einzige Weg um hier das richtige Gefühl zu bekommen.

    Bevor ihr zum Fischen geht noch einen Tip!: Monster GT Fischen funktioniert nur, wenn der Angler alles 100%ig richtig macht. Ihr must euch mit dem Fisch und der Art zu Angeln intensiv beschäftigten!

    Luke

    Danke an Luke Wrysta von gtpopping.com für die Erlaubnis, seinen Bericht hier veröffentlichen zu dürfen!


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Kommentare 4

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    Shore!Fishing Pro Gear -

    Schöner Bericht den Luke da zusammengestellt hat. Lediglich die bite leaders sind meiner Meinung nach überflüssig.

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    Wirt -

    Habs mir mal durchgelesen so 1 -2 Sachen hören sich intrssant an und werds gleich mal in den nächsten 2 Wochen testen.

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    Viennacop -

    Das kann ich nach unserem letzten Trip "unterschreiben". Unser Captain hat uns das genau so mehrfach erklärt und nahegelegt! Sehr gute Zusammenfassung! LG, Willi

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    red snapper -

    Der Mann ist in Sachen Popperfischen der Beste! Geiler Artikel, danke!